Superlearning

FaQ - Frequently asked Questions

Warum unterrichten noch nicht alle mit der Methode Suggestopädie/Superlearing, wo das angeblich so wirksam ist?

Diese Frage stelle auch ich mir immer wieder!

Jedenfalls ist es so, dass diejenigen, die einen derartigen Unterricht erlebt haben, sich manchmal die Haare raufen und meinen: "Hätte ich doch in der Schule so gelernt! Aus Schulstress wäre Schulfreude geworden! Und aus Mathefrust wahrscheinlich Mathespaß!"

Die Ursache dafür, dass die Suggstopädie noch immer als Geheimtipp gehandelt wird, hat sicher mehrere Gründe. Allgmein ist es so, dass neue Dinge in der Regel lange brauchen, bis sie eine wirkliche Verbreitung finden. Von dem Zeitpunkt einer Entdeckung bis zum weltweit weitverbreiteten Produkt dauert es auch heutzutage oft noch immer mehrere Jahrzente. Das ist das eine.

Das andere ist, dass die Suggestopädie als Unterrichts- und Trainingsmethode einerseits Methoden beinhaltet, die man erlernen kann, andererseits auch von einem bestimmten Menschenbild, einer bestimmten Haltung gekennzeichnet ist. Methoden und Haltung sind in der Suggestopoädie ganz eng miteinander verwoben. Ohne die Haltung funktionieren die Methoden nicht wirklich, jedenfalls nicht auf lange Sicht. In diese Haltung wächst man hinein. Gleichzeitig bedeutet das vielleicht eine gewisse Veränderung. Und Veränderung bedeutet, sich zuerst einmal auf unsicheres Terrain zu begeben. Davor schrecken, in der Regel unbewusst, viele Menschen zurück. Das ist ganz allgmein der Grund, warum Verhaltensveränderungen, auch wenn sie einen positiven Effekt haben, so schwer sind.

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Die Entwicklung der Suggestopäide begann in den 60er Jahren - inzwischen gibt es viele neue Erkenntnisse der Gehirnforschung. Ist da die Suggestopoädie nicht eher antiquiert?

Genau das Gegenteil ist der Fall!
Man könnte eher sagen, dass die Suggestopädie eine innovative Vorreiterrolle spielt!
Die Neurowissenschaft ist eine relativ junge Wissenschaft, ist sie doch ungefähr 20 Jahre alt. Und die sogenannte Neurodidaktik, also die Wissenschaft der Anwendung der neurowissenschaftlichen Erkenntnisse im Zusammenhang mit dem Lehren und Lernen, ist erst an die 10 Jahre alt. Liest man als Suggestopädin, als Suggestopäde die neurodidaktischen Empfehlungen für Unterricht, stellt man zwei Dinge fest:
Erstens: Die Empfehlungen sind sehr allgmein, vage.
Zweitens: Die Suggestopädie, obwohl sie älter ist als die Neurowissenchaft und die Neurodidaktik, setzt die Erkenntnisse dieser Wissenschaften bereits ganz konkret um!

Dafür ein Beispiel!
Neurowissenschaftliche Erkenntnis:
Bewegung ist für's Lernen wichtig.
Empfehlung Neurodidaktik:
Räumlichkeiten so verändern oder bauen, dass Bewegung in der Pause leicht möglich ist.
Eine derartige Empfehlung bewirkt, dass eine einzelne Lehrkraft, eine Trainerin, ein Trainer, rein gar nichts tun kann, denn bauliche Maßnahmen liegen nicht in seinem Komeptenz- und Einflußbereich.
Umsetzung Suggestopädie:
Etliche Methoden inkludieren bereits die Bewegung! Das Besondere daran ist, dass die Teilnehmenden das oft gar nicht wirklich wahrnehmen und daher auch "Bewegungsfaule" mitmachen. Ordnet man dagegen Bewegung an, wie zum Beipsiel beim "Kurzturnen", kann das bereits Widerstände hervorrufen...

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass die Suggestopädie "Neurodidaktik in seiner höchsten Form" ist, weil deren Erkenntnisse in dieser Methode bereits aktiv umgesetzt werden.

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Claudia Dostal



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